Wie läuft Outbound-Vertrieb ab?
Ein Team stellt eine Liste passender Kontakte zusammen, oft Unternehmen einer bestimmten Branche. Dann folgt die erste Ansprache, meist mit mehreren Versuchen über verschiedene Kanäle. Antwortet jemand mit Interesse, wird daraus ein Lead und im besten Fall ein Termin.
Der erste Kontakt ist der schwerste Teil. Die andere Person hat nicht mit dir gerechnet, und du hast wenige Sekunden, um zu sagen, wer du bist und warum du dich meldest. Wie ein ehrlicher erster Satz klingt, steht unter Kaltakquise.
Welche Regeln gelten für Werbeanrufe und Werbe-E-Mails?
Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb braucht ein Werbeanruf bei Verbrauchern eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Bei Unternehmen reicht eine mutmaßliche Einwilligung. Dafür braucht es konkrete Anhaltspunkte für ein Interesse gerade an diesem Anruf, etwa eine bestehende Geschäftsbeziehung mit sachlichem Bezug zum Anruf. Eine veröffentlichte Telefonnummer allein genügt nicht. Werbe-E-Mails brauchen grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch bei Unternehmen.
Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Eine erste Auskunft gibt die IHK, verbindlich berät dich eine Anwältin oder ein Anwalt für Wettbewerbsrecht. Für digitale Kundenberater spielt Outbound bei den Gesprächen mit Interessenten eine kleine Rolle, weil diese sich vorher beim Unternehmen gemeldet haben. Anders ist es bei der Suche nach Unternehmen, für die du arbeiten willst: Dort kann es dazugehören, selbst den ersten Schritt zu machen.


