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LEXIKON

Was ist Outbound-Vertrieb?

Wie läuft Outbound-Vertrieb ab?

Ein Team stellt eine Liste passender Kontakte zusammen, oft Unternehmen einer bestimmten Branche. Dann folgt die erste Ansprache, meist mit mehreren Versuchen über verschiedene Kanäle. Antwortet jemand mit Interesse, wird daraus ein Lead und im besten Fall ein Termin.

Der erste Kontakt ist der schwerste Teil. Die andere Person hat nicht mit dir gerechnet, und du hast wenige Sekunden, um zu sagen, wer du bist und warum du dich meldest. Wie ein ehrlicher erster Satz klingt, steht unter Kaltakquise.

Welche Regeln gelten für Werbeanrufe und Werbe-E-Mails?

Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb braucht ein Werbeanruf bei Verbrauchern eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Bei Unternehmen reicht eine mutmaßliche Einwilligung. Dafür braucht es konkrete Anhaltspunkte für ein Interesse gerade an diesem Anruf, etwa eine bestehende Geschäftsbeziehung mit sachlichem Bezug zum Anruf. Eine veröffentlichte Telefonnummer allein genügt nicht. Werbe-E-Mails brauchen grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch bei Unternehmen.

Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Eine erste Auskunft gibt die IHK, verbindlich berät dich eine Anwältin oder ein Anwalt für Wettbewerbsrecht. Für digitale Kundenberater spielt Outbound bei den Gesprächen mit Interessenten eine kleine Rolle, weil diese sich vorher beim Unternehmen gemeldet haben. Anders ist es bei der Suche nach Unternehmen, für die du arbeiten willst: Dort kann es dazugehören, selbst den ersten Schritt zu machen.

FAQ

Welche Fragen tauchen häufig auf?

Ist Outbound-Vertrieb dasselbe wie Kaltakquise?
Kaltakquise ist der bekannteste Teil davon: die Ansprache ohne bisherigen Kontakt. Zum Outbound gehört auch, bekannte Kontakte aktiv anzusprechen, zum Beispiel frühere Kunden.
Darf ich Unternehmen einfach anrufen?
Nur, wenn eine mutmaßliche Einwilligung besteht, also ein konkreter Grund zur Annahme, dass der Anruf erwünscht ist. Die Grenze ist im Einzelfall nicht immer klar, und das Risiko einer Fehleinschätzung trägt der Anrufer. Im Zweifel fragst du bei der IHK nach.
Brauche ich als digitaler Kundenberater Outbound?
Für die Gespräche mit Interessenten meist nicht, weil die Anfragen beim Unternehmen eingehen. Für die Suche nach Unternehmen kann es nötig sein, selbst Kontakt aufzunehmen. Wie du passende Unternehmen findest und ansprichst, ist Teil der Ausbildung.
NÄCHSTER SCHRITT

Passt die Ausbildung zu deiner Situation?

Im Erstgespräch geht es um deine Lage, nicht um eine Bühne. Konditionen nennt dir das Team dort, bevor du etwas entscheidest.

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